{"id":84,"date":"2021-02-07T15:12:14","date_gmt":"2021-02-07T14:12:14","guid":{"rendered":"http:\/\/klima.acaju.de\/?page_id=84"},"modified":"2021-02-07T15:13:51","modified_gmt":"2021-02-07T14:13:51","slug":"politische-situation-in-deutschland","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/klima.acaju.de\/?page_id=84","title":{"rendered":"Politische Situation in Deutschland zur Wasserstofffusion"},"content":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcnen, genauer die Fraktion der Gr\u00fcnen, haben 2019 im Bundestag einen Antrag eingebracht\u00a0<a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/doc\/btd\/19\/102\/1910221.pdf\">http:\/\/dipbt.bundestag.de\/doc\/btd\/19\/102\/1910221.pdf<\/a>,<\/p>\n<p>1. Die Gelder f\u00fcr das ITER-Projekt nicht als Klimaschutzma\u00dfnahme auszuweisen und<\/p>\n<p>2. Die Energieforschung auf das Erreichen \u00a0der Energiewende auf der Basis Erneuerbarer Energien\u00a0 \u2026 zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Es gibt gewiss einige Gr\u00fcnde dem ersten Punkt zuzustimmen. Im 2. Punkt wird es nicht explizit gesagt, aber letztlich gemeint, dass man das ganze Projekt nicht weiter unterst\u00fctzen sollte, da die Gelder an anderer Stelle besser verwendbar w\u00e4ren. Dass sie dabei internationale Verpflichtungen fast schon in Trumpscher Manier mit den F\u00fc\u00dfen treten, macht eigentlich nur sprachlos. Ein internationales Friedensprojekt, einen gewaltigen wissenschaftlichen Fortschritt, wie er jetzt schon sichtbar ist, obwohl ein Ende dieses Projektes noch nicht absehbar ist, aufzuk\u00fcndigen, kann man nur als katastrophales politisches Versagen bezeichnen. Der 2. Punkt scheint auch zu zeigen, dass man sich bei den Gr\u00fcnen durchaus nicht einig ist, sonst w\u00e4re er klarer formuliert worden. Wenn man den extrem ITER-feindlichen Fl\u00fcgel der Gr\u00fcnen studieren will, dann sind die Beitr\u00e4ge von MDB Sylvia Kotting-Uhl empfehlenswert, u. a.\u00a0<a href=\"https:\/\/kotting-uhl.de\/site\/europaeische-energieforschung-auf-dem-atomaren-irrweg\/\">https:\/\/kotting-uhl.de\/site\/europaeische-energieforschung-auf-dem-atomaren-irrweg\/<\/a>. Ein paar Zitate: \u201eDie Fusionsforschung ist ein Milliardengrab ohne Aussicht auf nennenswerte Erfolge\u2026. Die zentrale, schlecht regelbare Gro\u00dfstromerzeugung von Fusionsreaktoren ist schon heute nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df.\u00a0\u2026 \u00a0produzieren Atomm\u00fcll, f\u00fcr den es bisher kein Endlager gibt.\u201c Und nun nimmt sie auch die SPD f\u00fcr sich in Anspruch \u201eEs ist gut und richtig, dass Umweltministerin Hendricks das Vorhaben der EU-Kommission als \u201everr\u00fcckte und unverantwortliche Idee\u201c gei\u00dfelt und Wirtschaftsminister Gabriel feststellt, dass \u201ewir jede Form der europ\u00e4ischen F\u00f6rderung von Atomenergie ablehnen\u201c.\u201c<\/p>\n<p>Schema: Wasserstofffusion ist Atomenergie, Atomenergie ist schlecht. So macht sich Klein-Fritzchen oder Klein-Sylvia die Welt einfach.<\/p>\n<p>2015 hatte sich im Bundestag Sigmar Gabriel damals als Wirtschaftsminister der Grundhaltung der Gr\u00fcnen weitgehend angeschlossen. Man kann sich nicht vorstellen, dass er dabei auf gro\u00dfe Gegenliebe z. B. bei Manuela Schwesig gesto\u00dfen ist, die eine ausgesprochene Bef\u00fcrworterin der Wasserstofffusions-Forschung ist, da sie nat\u00fcrlich ein gro\u00dfartiges Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr Ihr Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist. Dennoch, dass damals Gabriel im Bundestag leichtsinnig solche \u00c4u\u00dferungen gemacht hat, zeigt wohl dass es innerhalb der SPD auch \u00e4hnlich kleinkariertes Denken wie bei den Gr\u00fcnen geben k\u00f6nnte. Es geht wie immer mal wieder ums Geld. Es spielt dabei keine Rolle dass das EEG dem Steuer- und Geb\u00fchrenzahler j\u00e4hrlich circa 20 Milliarden Euro kostet, w\u00e4hrend die Forschung f\u00fcr die Wasserstofffusion sich im dreistelligen Millionenbereich f\u00fcr Deutschland abspielt. Die \u00a0Gr\u00fcnen meinen, dass dieses Geld bei der Entwicklung erneuerbarer Energieformen fehlen w\u00fcrde und dass diese Technik wiederum zu zentralen gro\u00dfen Energieversorgern f\u00fchren wird. Letzteres ist nat\u00fcrlich richtig, aber wenn wir eine st\u00e4ndige und stabile Versorgung mit Strom realisieren wollen, werden wir um diese und andere Gro\u00dfprojekte nicht herumkommen. Nichtsdestotrotz findet hier eine gro\u00dfartige internationale Forschung statt, in die bereits ungeheure Summen hineingeflossen sind, aus denen bereits hervorragende Ergebnisse als Nebeneffekte, insbesondere auch bez\u00fcglich der Supraleitung herausgekommen sind, die bekanntlich auch f\u00fcr alle anderen Energieformen von tragender Bedeutung werden k\u00f6nnte, wenn man die Energie \u00fcber l\u00e4ngere Strecken verlustarm weiterleiten m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcnen, genauer die Fraktion der Gr\u00fcnen, haben 2019 im Bundestag einen Antrag eingebracht\u00a0http:\/\/dipbt.bundestag.de\/doc\/btd\/19\/102\/1910221.pdf, 1. Die Gelder f\u00fcr das ITER-Projekt nicht als Klimaschutzma\u00dfnahme auszuweisen und 2. 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